Dienstag, 30. Dezember 2014
Interview Bilder in Vollendung
Vor einiger Zeit sind mir die Bilder von Ester ins Auge gefallen, die sie täglich auf ihrer Facebook-Seite „Bilder in Vollendung“ postet. Der Name ihrer Seite lies mich neugierig werden. Ihre Bilder berühren mich und zaubern mir ein Lächeln in mein Gesicht. Es steckt so viel Leidenschaft, Freude, Wärme und Herz in ihren Fotos. Ich kann die Biene summen hören, die Blumen riechen und die Sonne untergehen sehen. Sie fängt die Wunder des Lebens ein, um sie mit uns zu teilen.
Von mir an dieser Stelle ein ganz großes „DANKESCHÖN ESTER!“.

Meine Neugier lies mir keine Ruhe und so fragte ich Ester kurzum, ob sie mir ein Interview geben würde für meinen Blog „Wunderland“ und sie willigte ein.

„Hallo Ester!
Ich freue mich sehr, dass Du mir ein persönliches Interview gibst.Dankeschön! Meine erste Frage an Dich:
„Was hat Dich bewegt zu fotografieren und würdest Du es als Dein HERZprojekt bezeichnen?“

„Hallo Emily!“
„Ich kann diese Frage an nichts Bestimmten festmachen. Früher habe ich sehr viel in Foren geschrieben und all meine Erfahrungen und Erkenntnisse in Worte gefasst. Irgendwann fand ich keine Worte mehr und ich wurde sprachlos. Als ich vor über 3 Jahren aufs Land zog und mit unseren Hunden durch die Wälder und Wiesen streifte, fing ich an, die Natur mit anderen Augen zu sehen. In dieser Zeit regte sich der Wunsch in mir zu fotografieren. Einfach für mich!
Ja, es ist ein Herzprojekt für mich, weil ich mit dem Fotografieren innerlich zur Ruhe komme und im *Hier und Jetzt* bin. Es ist eine Art von Meditation den Verstand auszuschalten und sich, dem was ist, hinzugeben. Da öffnen sich plötzlich andere Welten und ich fühle mich sehr oft wie *Alice im Wunderland* oder *Doktor Dolittle*, der mit Tieren sprechen kann.*lach* Ich weiß, es klingt absurd. Ich empfinde es als ein Geschenk die Natur auf einer anderen Ebene wahrzunehmen und am Alltag von Bienchen und Blümchen teilhaben zu dürfen. Wenn ich die Insekten so beobachte, habe ich oft das Gefühl, als ob sie mir aus ihrem Leben erzählen.“


(Alle Rechte bleiben bei Bilder in Vollendung)

Ich bin beeindruckt von dem Namen Deiner Seite. Für mich steht, kniet, hockt oder liegt ...;-) da eine Frau mit sehr viel Selbstvertrauen hinter der Kamera! Vollendung steht für Vollkommenheit. Für mich jedenfalls ist jede Deiner Momentaufnahmen, jeder Deiner Schnappschüsse und jedes einzelne Bild „VOLLKOMMEN“.
Wie ist der Namen „Bilder in Vollendung“ entstanden?

„*lach* Die Beschreibung stimmt ... ich komme manchmal so dreckig nach Hause, weil ich mich wieder in den Dreck geworfen habe, um genau das Bild einzufangen, wie ich es empfinde.
Der Name *Bilder in Vollendung* ist dadurch entstanden, dass ich mich in Facebook *Esters Vollendung* nenne. Das hat etwas mit meinem Leben zu tun. Ich habe in meinem Leben etwas zu vollenden und ich befinde mich in einem Lebensprozess, der so lange ich lebe, andauert. Jeder Moment den wir erleben ist so, wie er ist, vollkommen. Der Name entstand in dem Moment als ich mich dazu entschlossen habe eine Fotoseite zu führen. Er stand einfach im Raum und er fühlte sich sehr gut an, was aber auch oft zu Irritationen geführt hat, weil der eine oder andere Betrachter eine andere Auffassung von Vollendung hatte. Technisch perfekte Bilder ... das sind meine ganz und gar nicht! Vielleicht wären es dann aber auch nicht mehr meine Bilder!?“


(Alle Rechte bleiben bei Bilder in Vollendung)

Ester, Du kennst sicher das Sprichwort: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ (Fred R. Barnard)
Deine Bilder tun genau das! Sie erzählen uns Geschichten, zeigen uns die Schönheit und die Kraft der Natur und lassen uns die Einfachheit des Seins in den Tieren erkennen. Sie spiegeln die Welt mit Ihren Farben und all Ihren Facetten mit Deinen Augen und durch Deine Kamera.
So viele Menschen eilen durch den Tag, ohne anzuhalten, ohne zu atmen und die Augen für die Wunder der Natur zu öffnen. Dabei sind wir selbst ein Teil der Natur und sie macht uns geheimnisvolle und unbeschreiblich WUNDER-volle Geschenke.
Was verbindest Du in Deinem Leben mit der Natur und mit Deinen Bildern?

„Ich denke in Bildern. Wenn ich einen Satz lese, kommt mir sofort eine Geschichte dazu oder man erzählt mir etwas und ich habe sofort Bilder im Kopf. Vielleicht ist es diese Gabe, die meine Bilder dazu bringen, dass der Betrachter das Summen der Bienen oder den Geruch einer Blume im Ohr und in der Nase hat!? Lange Zeit hatte ich in meinem Leben auch keinen Blick mehr für die (unscheinbaren) Schönheiten der Natur. Ich bin durchs Leben gerast und dadurch krank geworden. Die Natur und die Tiere sind meine Heiler. Wenn ich durch die Natur laufe und alles um mich herum wahrnehme ... den Wind in den Blättern, den Geruch der Erde - kurz, die Vielfalt der Natur - ergreift mich ein unheimliches Glücksgefühl und eine tiefe Dankbarkeit! Ich versöhne mich mit der Vergangenheit.Wäre mein Leben bisher anders verlaufen, hätte ich all das, was ich erlebe seit ich fotografiere, wohl nicht erleben dürfen.“
„Vielleicht hätte ich auch nie mit dem Fotografieren angefangen?“
„Die Natur ist ein einziges Wunder ... jeden Tag aufs Neue! Egal, zu welcher Zeit ich zur Tür hinausgehe,irgendwas hat sich immer verändert. Sei es, dass gerade ein Schmetterling in dem Moment an unserem Haus vorbeifliegt oder dass die Sonne in dem Moment etwas anstrahlt und es einen wunderschönen Schatten zeigt. Sei es, dass die Spatzenfamilie, die vor unserem Haus im Fliederbusch lebt, sich gerade streitet oder ein roter Milan über das Dorf schwebt. Sofort ist alles anders. Wenn ich morgens zum Fenster schaue und sich gegenüber auf der Weide ein Reh unter die Kuhherde mischt und dort gerade sein Frühstück einnimmt oder zwei Feldhasen spielen Fangen oder zwei junge Füchse erkunden ihre Umgebung oder ein Rabe und ein Hase treffen sich zum Frühstück auf dem Acker. All das wahrnehmen zu können, ist für mich das schönste Geschenk, was mir die Natur täglich liefert.“
„Die Natur hat mich verändert! Ich bin viel bewusster geworden. Auch achte ich auf die Zeichen, die mir die Natur schickt. Im Frühjahr habe ich meinen Hausschlüssel auf einer Fototour verloren. Da es schon dunkel war, konnte ich erst am nächsten Morgen auf die Suche gehen. Als ich mich auf den Weg machte, bat ich darum, dass ich meinen Schlüssel wiederfinde. Nach einer kurzen Wegstrecke sah ich von Weitem etwas an einem Strauch hängen. Als ich näherkam, entdeckte ich, dass mein Schlüssel gut sichtbar an einem Ast hing. Sofort hatte ich den Gedanken *Den Schlüssel findest du in der Natur!*.
„Die Natur ist für mich zum Schlüssel für mein Leben geworden. Egal wann ... sie ist immer für mich da! Und ich finde immer etwas, dass mich wieder in meine innere Mitte bringt, wenn ich wieder einmal mit mir hadere. Sie fordert mich auf zur Ruhe zu kommen, und wenn ich offen dafür bin, bekomme ich auch einen Rat.“


(Alle Rechte bleiben bei Bilder in Vollendung)

So viel HERZ-worte von Dir, so klar und offen und ehrlich. Die schmerzhaftesten Erlebnisse, meist verbunden mit einem sehr tiefen Fall, bringen die WUNDER-vollsten Menschen hervor. Danke Ester, dass Du all das mit mir und natürlich auch mit allen Lesern teilst. Ich bin überwältigt und tief berührt und ich finde mich selbst in Deinen Worten wieder. Ester ich habe noch eine Frage an Dich … eine … von Herz zu Herz: „Was ist Dein größter und tiefster, ja innigster HERZENSwunsch, den Du in Dir trägst?“
„Ich suche den Platz, an dem meine Talente und Begabungen gewollt werden ... den Platz, wo ich mich entfalten kann und mein Wirken auf fruchtbaren Boden fällt ... und ich so sein kann, wie ich bin ... .“

Ester, ich danke Dir für alles und dafür, dass wir uns begegnet sind. <3
Danke für Deine tiefen Einblicke in Dein Wunderland im Innen und Außen.
Um das Interview zu „vollenden“, waren Ester und ich uns einig, dass ich ihre WUNDER-vollen Bilder in einem Video einfange.
Ihr seid ganz HERZ-lich eingeladen in Esters Welt der „Bilder in Vollendung“ …
Emily

Auf meinem Youtube-Kanal findet ihr eine kleine fotografische Reise durchs Esters Welt in ihren Bildern der Vollendung:

https://www.youtube.com/watch?v=M4PCJ0fYgAs

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Dienstag, 2. Dezember 2014
Musst Du kämpfen?
Liebe Emily,

deine Frage „Muss man kämpfen, um zu erreichen was man möchte“, beschäftigt sicherlich viele erwachende Menschen.

Ich möchte da ganz gerne zwei Arten von Kampf unterscheiden:

Das verkrampfte Kämpfen

Was wir oftmals schon in der Schule lernen, ist aus einer inneren Überforderung und einem Leistungsdruck heraus zu kämpfen. Was wir tun ist dann sehr unangenehm für uns – so als würden wir gegen uns selbst handeln.

Dich Durchsetzen und Behaupten

Wenn du einen Schmetterling dabei beobachtest, wie er aus seinem Kokon ausschlüpft, dann kannst du auch eine Art von Kampf darin sehen. Es ist allerdings kein gestresster, verkrampfter Kampf, sondern der Schmetterling braucht Kraft um ins Leben zu kommen.

Solche Momente gibt es auch in unserem Leben. Es gibt Situationen, da ist deine Kraft gefragt. Es gibt Situationen, da darfst du still stehen wie ein Fels in der Brandung und dich behaupten. Es gibt Momente, wo du Nein sagen musst. Und es gibt Situationen, da brauchst du all deine Kraft um dich durchzuringen und den nächsten Schritt zu wagen.

Wenn wir uns vor diesen Momenten drücken und darauf hoffen, dass alles immer sanft und leise verläuft, fehlt ein Teil unseres Lebens. Und es kann gut sein, dass sich das dann auch im außen bemerkbar macht, dass wir z.B. weniger Erfolg haben.

Warum kämpfen wir? Und wofür stehen wir ein?

Ich glaube dass entscheidend ist, wovon der Einsatz unserer Stärke motiviert wird. Kämpfen wir aus Druck und Stress? Tun wir etwas, was wir eigentlich nicht wollen?

Oder tun wir was uns erfüllt, sind wir klar und gehen die Schritte die anstehen – weil es im tiefsten Inneren stimmig ist? Kommt unsere Stärke aus der Liebe in uns?

Wer sich mit dieser liebevollen, eleganten Art der Stärke verbinden, kann an die östlichen Kampfsportarten denken, die oftmals wenig mit „Kämpfen“ zu tun haben und mehr damit, die eigene Stärke fließen zu lassen.

Das sind meine Gedanken dazu –

Liebe Grüße, Lea



Lea Hamann begleitet Menschen dabei, ihr wahres Potenzial zu entfalten und den Weg in ein erfülltes Leben zu beschreiten. Als Coach und Seminarleiterin möchte sie dich motivieren, deine Bestimmung zu entdecken und in ein Seelen-Business zu verwandeln.
Mehr Infos auf ihrer Webseite: www.leahamann.de

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