Die zwölf Nächte
Heilig Abend ist nicht mehr weit und ich genieße die vorweihnachtliche Zeit mit all ihrem Lichterglanz, den funkelnden Sternen, den leckeren Brezeln und Plätzchen und den Duft von Räucherwerk und den wärmenden Begegnungen so vieler Herzen.
Heilig Abend im Kreis meiner Familie ist für mich Wärme und Geborgenheit, kleine Gaben werden ausgetauscht unter dem Weihnachtsbaum und Kinderaugen leuchten, Lachen und Freude erwärmen unsere Herzen.

Mit den 12 Rauhnächten sind die 12 Nächte (und Tage) zwischen Heiligabend und Dreikönigstag (Epiphanias) am 6.1. gemeint. Es gibt auch hier unterschiedliche Stimmen, die den Beginn der Rauhnächte schon um die Wintersonnenwende (21.12.) herum ansiedeln. Was auch immer hier in Legenden gewebt wurde, bei Kerzenschein erzält oder aus geflüsterten Begebenheit gesponnen wurde … es sei jedem Geiste frei gestellt.



In jedem Jahr tragen mich diese 12 Nächte in die Vergangenheit, lassen mich bewusst in der Gegenwart sein und mich ebenso vertrauensvoll in die Zukunft sehen.
In diesen Nächten ziehe ich keine Betten ab, Wasche keine große Wäsche, schneide keine Nägel oder Haare. Dies wird so manches Mal belächelt, doch ist es mein Glaube und dazu stehe ich.
Es ist die Zeit für mich inne zu halten. So vieles hat sich in diesem Jahr bewegt … IN mir und somit auch in meinem AUSSEN.

Ich schaue auf das Erreichte zurück und führe es weiter, weil sich mein Weg richtig anfühlt Ich bin dankbar über die vielen Herzen, denen ich begegnen durfte und dankbar, dass ich so viel lernen durfte.

Vieles kann ich loslassen, um Platz für Neues zu schaffen, wohl wissend das TUN ein Zauberwort ist genauso wie GESCHEN LASSEN können.
Ich schaue in die Dunkelheit und sehe ins Licht, räuchere, um altes loszulassen und neues zu begrüßen, zünde Kerzen an und meditiere und tanke so neu Kraft und Energie.

All meine Worte mögen sehr harmonisch klingen, doch weiß ich wohl, dass nicht alles Friede-Freude- Eierkuchen ist, aber genau darin liegen die Möglichkeiten alles zuzulassen, zu klären, um zu verstehen und etwas zu ändern und um uns BEWUSST auf das auszurichten, was sich richtig, gut und stimmig für uns anfühlt.

Das Leben ist ein AUF und AB und uns werden alle SCHLÜSSEL in die Hand gegeben, die wir benötigen auf unserem Weg

Glaube
Vertrauen
Zuversicht und Hoffnung
Entschlossenheit
Lernen
Fühlen
Tun
Ruhe und Gelassenheit
Angst und Zweifel
Loslassen
Liebe
Dankbarkeit
Harmonie
Selbst-bewusst-sein
Selbstwert
Hingabe und Leidenschaft


Ich danke jedem Lehrer, jeder Meditation, jedem geschrieben und gesprochenem Wort, jedem Seminar, jedem Herzensmensch, jeder Situation und jeder Begegnung und so unzählig vielem mehr was mich gefunden hat und fühle tiefe Dankbarkeit.

All das sind Werkzeuge im Außen, um meine Schlüssel zu benutzen, die ich bereits IN MIR trage und um die Türen selbst-(bewusst) aufzuschließen …

Auf dem Weg durch die magische Zeit zwischen den Jahren wünsche ich Euch ein gutes Geleit.

Emily

Kommentieren


...bereits 856 x gelesen